Unternehmensgeschichte im Zeitraffer

Der Name Magnetic Music und das Logo wurden 1990 patentiert. Ein Gewerbe dieses Namens wurde angemeldet und wir siedelten uns in der Innenstadt von Reutlingen an. Unser Geschäftsführer Petr Pandula brachte langjährige Erfahrung im Veranstaltungsgewerbe mit, denn er war schon zuvor gut zehn Jahre als Musiker und Agent unter seinem eigenen Namen aktiv. Seine Karriere begann 1977 als Uilleann Pipes und Tin Whistle Spieler in den Gruppen Aufwind und Anne Wylie Band. Er tourte und nahm CDs mit Ralf Illenberger, Büdi Siebert oder Thomas Felder auf. Er schrieb 1981 das erste deutschsprachige Lehrbuch für die Tin Whistle. Als Schüler des legendären Micho Russell hatte er dazu wertvolle Impulse bekommen. Magnetic Music entwickelte sich rasch vom Ein-Mann-Unternehmen zu einer GmbH mit mehreren Mitarbeitern.

In Zeitschriften wie Event oder Musix sind wir Jahr für Jahr unter den führenden deutschen Tourneeveranstaltern gelistet. Die Musikwoche bezeichnet uns als die „führende Adresse für keltische Musik in Deutschland“. Jährlich vermitteln oder führen wir mehr als 300 Veranstaltungen durch.

Neben Tourneen für Bands und Solokünstler haben wir uns auf Konzeptfestivals spezialisiert, die wir nicht nur buchen sondern auch inhaltlich gestalten. Das Wichtigste und mit seiner über 40-jährigen Geschichte das Älteste ist The Irish Folk Festival. Aber auch unser Irish Heartbeat ist schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert „on the road“. Last but not least haben wir das American Cajun, Blues & Zydeco Festival in die Agentur genommen.

Begleitend zur Agentur haben wir 1990 einen Musikverlag und eine Plattenfirma ins Leben gerufen. 1999 haben wir in Irland eine Zweigstelle und irische GmbH gegründet. Neben einem Büro in Dublin bauten wir auch ein Kulturzentrum in Doolin auf. Doolin ist ein kleines Fischerdorf an der Westküste, das für seine lebendige Folkszene bekannt ist. Binnen zehn Jahren haben wir dort unseren Music Shop und das „Last Music Cafe before America“ zu den absoluten Insider Tipps für keltische Musik weltweit gemacht. Seit 2013 können wir wieder unsere Kräfte zu 1oo Prozent auf die Organisation von Konzerten konzentrieren. Es ist uns gelungen, das beliebte Cafe und den Music Shop in Doolin zu verpachten, sodass unser Erbe erfolgreich weiter geführt wird. Die irische GmbH wurde 2014 abgemeldet. Das Büro in Dublin ist jedoch als die Zweigstelle unserer deutschen Firma weiterhin aktiv.   

Sicherlich ist Musik aus Irland, Schottland, der Bretagne und Galizien – also keltisch inspirierte Musik – unsere Kernkompetenz. Aber im Laufe der Jahre haben wir Weltmusik in ihrem ganzen Spektrum zu schätzen und zu verstehen gelernt. Dazu kamen Klassik, Jazz und Blues. Jeder unserer Mitarbeiter bringt seine eigene Musikgeschichte mit und so ist die Firma stetig im Fluss. Nicht nur in Bezug auf die Musikstile, sondern auch in Bezug auf das kultur-politische Umfeld, in dem wir uns bewegen. Wir haben uns nie als nüchterne Kaufleute verstanden, die sich nur auf das Vermarkten beschränken. Wir haben uns leidenschaftlich in all den kulturpolitischen Strömungen engagiert, die der Zeitgeist mit sich brachte. Von der Friedensbewegung über die Anti-AKW-Bewegung bis zur Debatte über die Globalisierung und wie sich Kunst und Kultur in diesen Spannungsfeldern positioniert. Gegen Schmarotzer wie GEMA und GVL haben wir immer klar Front bezogen. Unter dem Vorwand geistiges Eigentum zu schützen, machen sie Künstler, Veranstalter und Zuschauer zu ihren Sklaven und beuten sie schonungslos aus. Das sogenannte Formatradio, das außer Pop und Rock alles andere aus dem Äther raus hält, ist uns ein Dorn im Auge.   

Insgesamt besuchen jährlich 50.000 Menschen allein unsere Konzept-Festivals. International renommierte Open Airs wie Wacken (D), Dranouter (B), Tatihou (F) oder das Gurten (CH) buchen bei uns Bands. Wir sind stolz darauf, Weltmusik in so renommierte Konzerthallen wie Alte Oper Frankfurt, Prinzregententheater München, La Filature Mulhouse, Gewandhaus Leipzig, Kölner Philharmonie, Laeiszhalle Hamburg oder den Friedrichstadtpalast in Berlin zu bringen, aber auch an die Basis, also den guten alten Club. Wir haben Kooperationen zwischen klassischen Orchestern und Weltmusikern initiiert. Wir haben Macher von Rundfunk und TV-Sendungen inspiriert.

Magnetic Music – moving emotions from stage to stage.