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Jennifer Roland Band Step & fiddle sensation from Cape Breton Wenn Gegensätze aufeinander treffen, dann knistert es. So ist es auch im Fall Jennifer Roland und Folk. Hier eine junge Frau, da eine uralte Tradition. Wie eine Streichholzschachtel Streichhölzer braucht, so braucht die Tradition junge Menschen, die sich an ihr reiben. Wenn Jennifer mit dem Bogen über die Saiten ihrer Fiddle streicht, springt im Nu der Funke über. Man braucht nur in ihre bisherigen drei CDs hineinzuhören, dann weiß man: Die junge Frau versteht es, mit dem Feuer zu spielen. Sie versteht es, das letzte Quäntchen Lebensfreude aus den Jigs & Reels, Strathspeys und Waltzes herauszukitzeln. Ein weiterer Pluspunkt ist die große Emotionalität, die sie in die Interpretation von Slow Airs legt. Sie spielt jede Note mitten aus dem Herzen und ihr samtweicher Ton ist ein Spiegelbild ihrer Anteilnahme an der Musik. Doch das ist noch lange nicht alles. Jennifer ist auch eine explosive Stepptänzerin und sie versteht es, gleichzeitig halsbrecherische Läufe auf der Fiddle zu spielen und dabei wild steppend über die Bühne zu wirbeln. Da staunt der Fachmann und wundert sich der Laie. So etwas sieht man nicht alle Tage! Wer zu seiner Musik einen eigenen Rhythmus steppen kann, der braucht eigentlich keinen Percussionisten mit auf Tour zu nehmen. Doch Jennifer geht auch rhythmisch auf’s Ganze und bringt gleich einen Drummer, Bassisten, Gitarristen und Klavierspieler mit. Es ist das erste Mal, dass das IFF eine kanadische Band ins Programm nimmt und dafür gibt es auch eine Menge guter Gründe. Die ländliche Insel vor der kanadischen Ostküste sollte besser "Kap Fiddle" genannt werden. Es wird schwer sein, wo anders auf der Welt ein Gebiet zu finden, in dem mehr Menschen pro Quadratmeile Fiddle spielen. Es hat sicherlich etwas mit den schottischen, irischen und bretonischen Auswanderern zu tun, die vor ca. 250 Jahren das atlantische Kanada besiedelt und im Reisegepäck eine Fiddle mitgebracht haben. So ist Cape Breton zu einer Art "Paradies der Fiddlespieler" geworden. Vor allem hat sich hier im ländlichen Dornröschenschlaf keltische Kultur fast noch ursprünglicher erhalten als mancherorts in Europa. Hier wird auch Gälisch gesprochen wie in einer irischen oder schottischen Gaeltacht. Die in Irland und Schottland stattfindenden Festivals haben schon seit langer Zeit Künstler aus der kanadischen Diaspora im Programm und halten die Bande über den Atlantik aufrecht. Pressebilder:
Künstlerhomepage: http://www.jenniferroland.com/ |